Julian Valkieser
seifenblasen.tv ist ein digitales Portfolio. // seifenblasen.tv heißt, dass sinnvolle Innovation interdisziplinaer nur durch ein großes Spektrum an zerplatzten Ideen entstehen kann. // Aber ich hasse Buzzwords - wie waere es mit einem Espresso und wir unterhalten uns? // Mein Motto: Tu es!
Facebook Julian Valkieser Google Julian Valkieser Twitter Julian Valkieser LinkedIn Julian Valkieser XING Julian Valkieser Skype Julian Valkieser Pinterest Julian Valkieser Flickr Julian Valkieser RSS Julian Valkieser
Home / Ask Me Anything / i love / Stats / About / Impressum / archive

Denker oder Lenker

Alle wollen sie kreativ sein, wollen eine Führungsrolle übernehmen. Aber ist das wirklich für jeden erstrebenswert?

Es gibt Menschen die können dies, es gibt welche die können das. Theorie vs. Praxis. Finde Deinen Pfad. Gerne wird empfohlen sich nicht auf seine Schwächen zu konzentrieren, sondern seine Stärken herauszubilden. Die Zeit des Studiums ist eine Phase in der man sich hervorragend austoben, seine eigenen Stärken finden kann. Der eine findet schneller, weil er besser aus Fehlern lernt, der andere benötigt etwas länger, weil er vielleicht mehr ins Detail geht und feinste Nuancen seiner Fehler austestet – bewusst oder unbewusst. Alles in allem sehen viele Recruiter schon richtig, wenn sie sagen, dass es bis zu einem gewissen Maße nicht auf die Zeit ankommt, in der man sein Studium durchgezogen, sondern da drauf was man aus dieser Zeit gemacht hat. Doch manchmal habe ich das Gefühl, dass sie den Youngsters, wie mir, immer noch ein falsches Bild vermitteln. Viele meinen weiterhin, sie müssten ihren Curriculum straffen, um später erfolgreich ins gehobene Berufsleben einsteigen zu können – mit 21!? Aber was heißt denn erfolgreich einzusteigen? Ich denke, wenn man Fehlern, die bei den meisten einfach nur mit der Zeit konstruktiv erkannt werden können, von vorn herein souverän entgegenwirken bzw. mit ihnen arbeiten kann. Diese Souveränität erlernt man aber nicht in der Theorie, sondern in der Anwendung dieser. Letzteres lässt sich allerdings nicht so einfach straffen. Es geschieht nach demTrial-and-Error Prinzip. Edison kann hier ein Liedchen von singen. Und da soll noch einmal einer sagen, dieser wäre nicht erfolgreich gewesen.

Daher stelle ich noch einmal die Frage: Ist es überhaupt erstrebenswert sich das Ziel des Denkers und Lenkers zu setzen, wenn es vielleicht gar nicht die eigene Lebenslust erfüllen wird, sondern nur den Geldbeutel? Sollte man vielleicht weiter ausprobieren, ehe man in den Sog des täglichen Murmeltiers gerät, und nicht mehr entweichen kann, weil man einfach nicht dafür gemacht ist, dieses Ziel zu erreichen? Manch einer besinnt sich zum Wesen seiner selbst und baut Tische und verkauft sie und das erfolgreich – weil er gut darin ist. So etwas sollte man bewundern und nicht die maschinell denkende “Leistungselite”.

  1. von seifenblasentv gepostet