Ein Ogilvy für die Galerie
“Ich kaufe Aktien meiner Kunden, so dass ich wirklich wie ein Familienmitglied mit ihnen fühlen kann”, so hallte es aus diesem Buch heraus, immer und immer wieder.

Wieso lese ich ein Buch über einen Mann aus der Werbebranche? So habe ich doch auf eine Nachfrage eines Verantwortlichen der GWA, ich “vermittle ja den Eindruck als wenn ich später gern in einer Agentur Karriere machen würde”, geantwortet: “Ne!”. Dass ich in Wahrheit Wirtschaftsingenieurwesen studiere, habe ich in diesem Moment verschwiegen. Aber ich habe auch verschwiegen, dass ich schon seit längerem der Meinung bin, man solle nicht nur den eigenen Horizont erweitern und kennenlernen, sondern sich auch den der zukünftig potenziellen Arbeitgeber, Kunden, Kollegen oder Mitarbeiter aneignen, verschwieg ich ebenfalls – bis jetzt.
Der Himmel wurde vom Menschen erst richtig erobert, als er die Erkenntnis besaß, wie ein Flügel eines Flugzeuges am sinnvollsten auszuschauen hat. Diese Erkenntnis gewann man aber nicht aus CAD-Programmen oder physikalischen Berechnungen, sondern aus der Biologie. Man benötigt also nicht nur einen eigenen weiten Horizont, sondern am besten mehrere.
Wie ich meinen Horizont im Bereich der Werbung erweitern kann, also z.B. wie man etwas an den Mann bringt oder Leute zu ihren außerordentlichsten Leistungen motiviert und viele weitere Weißheiten, habe ich nun aus diesem Buch erfahren. Und nicht nur, wie man mit Aktien eines Kunden umzugehen hat. Viel wichtiger ist es, wieso man Aktien eines Kunden kaufen sollte: Weil man für ihn arbeitet!
Wenn es einen “Ogilvy” in der Kunstszene gäbe, ich würde ihn mir aufhängen.









